Klaus Peter Flosbach trifft...

...Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Foto: Chaperon)...Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Peter Biesenbach, MdL...den Kanadischen Premierminister Justin Trudeau...Altbundespräsident Joachim Gauck...Altkanzler Dr. Helmut Kohl...Kardinal Ratzinger ein Jahr vor der Wahl zum Papst Benedikt XVI. in Rom...Basketballstar Dirk Nowitzki...den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder...Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert...Altbundespräsident Horst Köhler...den Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier (Foto: W. Weiss)...Jean-Claude Trichet, 2003-2011 Präsident der Europäischen Zentralbank
...Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Foto: Chaperon)
...Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Peter Biesenbach, MdL
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Praktikum

Das Singen des bergischen Heimatliedes bildet den idealen Abschluss eines Praktikums im Büro Flosbach, Praktikanten Felix Linden und André Fietkau, 2007

 

Schülern und Studenten aus meinem oberbergischen Wahlkreis biete ich an, in meinem Berliner Büro ein Praktikum zu absolvieren. Die Praktikumszeit sollte vorwiegend in Sitzungswochen des Bundestages stattfinden. Auch die Fraktionen und die Bundestagsverwaltung bieten Praktikumsplätze an.

Hinweis: Wer noch nicht 18 Jahre alt ist, muss von einer volljährigen Aufsichtsperson in Berlin begleitet werden.

 

Die "Ehemaligengalerie"

IPS-Stipendiatin Anna Kiknadze aus Georgien (Juni 2017)Marlen Peppler (links) und Janina Lange (März 2017)Julian Baumgart (links) und Robin Becker (Oktober 2016)IPS-Stipendiatin Emese Böröcz (links) und Lara Böhlig (Juli 2016)Lara Keysers (März 2016)Hannah Däumichen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Januar 2016)Florian Wulkesch (Oktober 2015)Clara Ruffler und Johannes Ufer mit Peter Tauber (Oktober 2015)IPS-Stipendiatin Darina Gamkhitashvili (Juni 2015)René Hesse (Dezember 2014)Carolin Cramer (Oktober 2014)Katharina Fabig (Oktober 2014)Stephan Schneider (März 2014)Lukas Gawlik (März 2014)Fabian Wodniok (Februar 2014)Johanna Winkel (Juni 2013)Lukas Fastenroth (März 2013)Carolin Cramer (März 2013)Bastian Wigger (Sept./Okt. 2012)Jannis Marticke (März 2012)Moritz Müller und Jan-Eric Fischer (Jan./Feb. 2012)Nina Küster und Mike Lamsfuß (Okt. 2011)Julia Müller (Aug./Sept. 2011)Meike Keidel (Jan. 2011)Kilian Müller und Florian Draube mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (Jan. 2011)Theresa Kriesten (Nov. 2010)Fraktionsvorsitzender Volker Kauder mit Florian Fiedler (Sept. 2010)Philipp Neeb und Daniel Harrock (Feb./März 2010)Hanaa Grave (Nov./Dez. 2009)Thomas Kind-Lundt und Maleen Dreschmann (Nov. 2009)Anna Laurin Blumberg mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Nov. 2008)Jennifer Hütt (Sept./Okt. 2008)Simone Wollschläger (Juni 2008)David Koll (April/Mai 2008)Philipp Raszawitz (Feb./März 2008)Felix Linden und André Fietkau (Sept./Okt. 2007)Lina Schmidt (April 2007)Robin Buhl (März 2007)Christian Breidenbach (Feb./März 2007)Leonhard Schwientek (Jan. 2007)Anna Waldhausen (Sept. 2006)Fabian Blumberg und Ilka Müller mit Landrat Hagen Jobi (März 2006)Bastian Weingärtner mit dem kommunalpolitischen Sprecher Peter Götz (März 2006)Florian Kohl (Mitte) (Sept. 2005)Julia Bartonova (April 2005)Julia Viebach und Christine Moser (Feb./März 2005)Malte Dress und Christine Moser (Feb./März 2005)Moritz Müller (Jan./Feb. 2005)Torben Kliesch und Özgür Kilic (Okt. 2004)Falk Lüke (Sept./Okt. 2004)
IPS-Stipendiatin Anna Kiknadze aus Georgien (Juni 2017)
Marlen Peppler (links) und Janina Lange (März 2017)
Julian Baumgart (links) und Robin Becker (Oktober 2016)
IPS-Stipendiatin Emese Böröcz (links) und Lara Böhlig (Juli 2016)
Lara Keysers (März 2016)
Hannah Däumichen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Januar 2016)
Florian Wulkesch (Oktober 2015)
Clara Ruffler und Johannes Ufer mit Peter Tauber (Oktober 2015)
IPS-Stipendiatin Darina Gamkhitashvili (Juni 2015)
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Kilian Müller und Florian Draube mit Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (Jan. 2011)
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Fraktionsvorsitzender Volker Kauder mit Florian Fiedler (Sept. 2010)
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Hanaa Grave (Nov./Dez. 2009)
Thomas Kind-Lundt und Maleen Dreschmann (Nov. 2009)
Anna Laurin Blumberg mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (Nov. 2008)
Jennifer Hütt (Sept./Okt. 2008)
Simone Wollschläger (Juni 2008)
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Julia Bartonova (April 2005)
Julia Viebach und Christine Moser (Feb./März 2005)
Malte Dress und Christine Moser (Feb./März 2005)
Moritz Müller (Jan./Feb. 2005)
Torben Kliesch und Özgür Kilic (Okt. 2004)
Falk Lüke (Sept./Okt. 2004)

Anna Kiknadze aus Georgien war im Frühjahr/Sommer 2017 für drei Monate im Rahmen des IPS-Programms Praktikantin in meinem Berliner Büro. Hier ihr Bericht:

 Als ich am ersten Tag der Programmeinführung auf dem Infoblatt der Namen „meines Abgeordneten“ gelesen habe, konnte ich zuerst meinen Augen nicht trauen, dass Herr Flosbach – der Leiter der Kommission des Deutschen Bundestages für das IPS-Auswahlgespräch in Tbilisi – mich für sein Büro ausgewählt hat. Er war einer der wenigen Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag, den ich schon früher kennengelernt hatte. Seitdem hatte ich keine Sorge mehr, nun wollte ich die Praxisarbeit schnellstmöglich anfangen.

Klaus-Peter Flosbach, als Mitglied des Finanzenausschusses, Vorsitzender des Parlamentarischen Finanzmarktgremiums, Vorsitzender der Deutsch-Kanadischen Parlamentariergruppe, Stellvertretendes Mitglied dem Haushaltsausschuss und im Ausschuss für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, hat mir mit seinem netten und hilfreichen Büromitarbeitern das Leben und den Alltag eines Abgeordneten in der Praxis gezeigt. Ich habe gelernt, wie unterschiedlich ein Arbeitsplatz in Sitzungs- und Nichtsitzungswochen sein kann; wie und wann die Entscheidungen getroffen werden, die die Bürger normalerweise durch Medien mitbekommen; oder wie verschiedene Interessengruppen ihre Positionen stärken und festigen können. Die freundschaftliche Beziehung zwischen den Mitarbeitern und die Bescheidenheit des Abgeordneten, sowie das  zwischenmenschliche Miteinander, sind die Hauptgründe dafür, dass der Abgeordnete sich erfolgreich in den Arbeitssitzungen, in den Ausschüssen, im Plenum oder beim Fachgespräch darstellt. 

Die vielfältige Tätigkeit von Herrn Flosbach bedeutete für mich auch vielfältige Aufgaben: Recherchen zu verschiedenen Themen, wie beispielsweise Finanzaufsicht der Banken, Kanadische Innen- und Außenpolitik (Freihandelsabkommen CETA und aktuelle Positionen der Regierung), Entwicklungspolitik in Afrika oder  die politische Entwicklung im Süd-Kaukasus. Trotz der Tatsache, dass Deutsch nicht meine Muttersprache ist, hatte ich die Gelegenheit Grußworte, Briefe und Reden zu verschiedenen Themen zu schreiben. Außerdem verfolgte ich regelmäßig Arbeitsgruppensitzungen, Sitzungen des Finanzausschusses sowie verschiedene andere Gremiensitzungen. 

Wahlkreisfragen waren am Anfang ein bisschen abstrakt für mich, weil ich nicht viel über den Oberbergischen Kreis, über die Wünschen oder Probleme der Oberberger und den allgemeinen Regionalkontext von Nordrhein-Westfahlen wusste. Dafür gab es nur eine Antwort – Wahlkreisreise. Sie fiel genau in den Zeitraum des Besuchs von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel in Waldbröl. Da ich für die spontanen Entscheidungen offen bin, habe ich diese Gelegenheit nicht verpassen wollen und war zur Wahlkreisreise mit Freude gefahren. 

Die Wahlkreisreise war ein genialer und einzigartiger Teil des Programmes. Für mich, als eine Georgierin, ist die Gastfreundlichkeit eine gewöhnliche Sache, was mir bei anderen Menschen besonders auffällt und was ich äußerst schätze. Herr Flosbach hat einen Empfang mit vollem Programm organisiert, bei dem ich mich, wie in der Heimat gefühlt habe und  bei dem ich für den ganzen Oberbergischen Kreis entflammt worden bin. Dazu habe ich auch das Bergische Heimatlied gelernt. Ich konnte Herr Flosbach nicht nur zu allen Veranstaltungen begleiten, sondern er hat mir alle Orte im Kreis gezeigt – verschiedene Museen, Schlösser, Kunstausstellungen in unterschiedlichen Städten und Dörfern. Herr Flosbach hat mir unvorstellbar viele Geschichten über Wichtigkeiten, Bedeutungen, typische Besonderheiten des Kreises erzählt. Es war eine Ehre für mich, bei ihm zu Hause zum Abendessen eingeladen worden zu sein, die Familie und den Freundeskreis von Herrn Flosbach kennenlernen zu dürfen und auch spontan ein kleines Pianokonzert geben zu dürfen. Es war eine einzigartige Gelegenheit, Herrn Flosbach persönlich kennenzulernen, mit ihm zahlreiche Gespräche zu führen und wertvolle Ratschläge über meine zukünftige Karriere zu bekommen. 

Bei meinem Besuch im Wahlkreis habe ich mit eigenen Augen gesehen wieviel Nähe der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Flosbach zu seinen Bürgerinnen und Bürgern hat. Er hat ein wirkliches Interesse an den Mitbürgern und mit seiner Funktion als Abgeordneter versucht er soweit wie möglich die Bürger zu unterstützen. Wärme und Respekt, die von den Oberbergern ständig ausgestrahlt wurden, haben gezeigt, dass er ein richtiger Vertreter seines Wahlkreises ist. 

Der Höhepunkte der Wahlkreisreises war natürlich Besuch der Bundeskanzlerin in Waldbröl. Gemeinsam mit dem jetzigen CDU-Ministerpräsidenten von NRW, Armin Laschet, dem Landtagsabgeordneter für den Oberbergischen Südkreis, Bodo Löttgen, dem möglichen Nachfolger von Klaus-Peter Flosbach, Dr. Carsten Brodesser, hat Frau Merkel bei ihrem Wahlkampfbesuch zahlreiche Besucher mit ihrer Rede begeistern können.  Zehn Tagen später gewann die CDU die Landtagswahl in Nordrhein-Westfahlen. 

 

Katharina Fabig war im Herbst 2014 für vier Wochen Praktikantin im Bundestagsbüro. Hier ihre Eindrücke:

"Deutsche Bundespolitik kann man am besten in der Hauptstadt erleben. Bevor ich im Oktober mit meinem Masterstudium an der Universität Potsdam beginne, wollte ich als Politikstudentin die studierte Theorie in der deutschen Legislative erleben. Diese Möglichkeit bot sich mir für vier Wochen im September, als ich im Berliner Büro des oberbergischen Bundestagsabgeordneten Klaus-Peter Flosbach ein Praktikum absolvierte.

Stolz hielt ich am ersten Tag meinen Hausausweis auf Zeit in der Hand, der mir die Türen zum Bundestag und zu sämtlichen angrenzenden Gebäuden öffnete - vorausgesetzt, man findet die richtigen Türen. Die Gebäude sind durch ein geschicktes Brücken- und Tunnelsystem verbunden. So gelangt man vom Plenarsaal zu Ausschusssälen oder Büros. In der ersten Woche haben Mitpraktikantin Carolin Cramer und ich uns dennoch ständig verlaufen. Immerhin arbeiten hier rund 5000 Menschen, dementsprechend groß sind die Gebäude.

Während meines Praktikums erlebte ich, wie der CDU-Politiker Flosbach während der Sitzungswochen in Berlin arbeitet. Wir Praktikantinnen durften ihn zu den Sitzungen des Finanzausschusses begleiten. Es war spannend zu beobachten, wie die vier Fraktionen am großen runden Tisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit verschiedenste Themen diskutierten.

In den Ausschusssitzungen herrschte eine andere, nämlich eine kollegialere Atmosphäre als im großen Plenarsaal. Auch dort waren wir als Praktikanten häufig dabei. Höhepunkte der ersten Sitzungswoche nach der Sommerpause waren die Debatten rund um den Haushaltsplan. Wir saßen auf der Besuchertribüne und hörten Finanzminister Wolfgang Schäuble zu, als er vor Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihrem Kabinett sowie den Abgeordneten seinen Plan der "schwarzen Null" vorstellte.

Neben der Arbeit in den Ausschüssen, Arbeitsgruppen oder im Plenum gibt es für einen Bundestagsabgeordneten und seine Mitarbeiter im Büro eine Menge zu tun, denn es wenden sich regelmäßig viele Bürger an ihre Abgeordneten. Es müssen Lösungen gesucht und Anfragen beantwortet werden. Durch Recherchearbeit, Sichten der Tagespresse sowie Erstellen von Zusammenfassungen konnte ich zur täglichen Büroarbeit beitragen.

Nach der Sommerpause bot die CDU/CSU-Fraktion für einige Wochen ein besonderes Praktikantenprogramm an. Ich hatte dadurch die Möglichkeit, an zahlreichen Diskussionsrunden mit Politikern und an Führungen durch Bundesrat, Berliner Abgeordnetenhaus und Ministerien teilzunehmen. So konnte ich in einer Gruppe von Praktikanten im Finanzministerium eine gute Stunde mit Dr. Wolfgang Schäuble über politische und allgemeine Themen reden.

Auch Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert nahm sich Zeit, um über seine Aufgaben als zweiter Mann im Staat zu berichten. Es ist spannend, Menschen, die man aus Zeitung und Fernsehen kennt, zu treffen - sei es in einer Diskussionsrunde, vor dem Plenarsaal oder vor einem Fahrstuhl auf dem Weg zur Kantine.

Wer denkt, es sei nur in den Sitzungswochen interessant in Berlin, der irrt. Natürlich sind in den sitzungsfreien Wochen viele Abgeordnete in ihren jeweiligen Wahlkreisen unterwegs. Aber auch dann geht das politische Leben in Berlin weiter. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir der spannende Kongress zum Thema Religionsfreiheit, zu dem die CDU/CSU-Fraktion eingeladen hatte.

Alles in allem war die Zeit im Bundestag gewinnbringend mit vielen neuen Eindrücken hinsichtlich der erlebten Arbeitsprozesse der deutschen Legislative. Im Büro von Klaus-Peter Flosbach wird mit einer Portion oberbergischen Humors gearbeitet. Politik ist nicht staubtrocken, sondern lebt letztendlich durch die unterschiedlichen Menschen, die sie gestalten."

 

Stephan Schneider absolvierte im März 2014 ein vierwöchiges Praktikum im Bundestagsbüro. Hier sein Bericht.

 

Bastian Wigger aus Wipperfürth war im Herbst 2012 Praktikant im Berliner Büro. Seine Eindrücke aus dieser Zeit fasste der Jura-Student wie folgt zusammen: 

"Ein Praktikum im Bundestag - was bedeutet das genau? Abstrakt betrachtet erhält man die Möglichkeit in die Arbeit eines riesigen Bürokomplexes  hineinzuschauen, welcher der ersten parlamentarischen Kammer der Bundesrepublik Deutschland zuarbeitet und diese zugleich enthält. Im Konkreten eröffnet sich der Einblick in die Arbeitsweise eines kleinen, aber umso wichtigeren Teils dieses Komplexes: der  Arbeit eines Abgeordneten.

Das Interessante an einem Praktikum im Bundestag bzw. in einem Abgeordnetenbüro macht die Kombination aus beiden Gesichtspunkten aus. So verdeutlicht es einerseits die Grundsätze der BRD hinsichtlich der in der Verfassung vorgeschriebenen Prinzipien wie zum Beispiel dem Prinzip  der Gewaltentrennung. Andererseits eröffnet es die Möglichkeit sich über die politischen Abläufe ein eigenes, von den Medien unabhängiges, Bild zu formen. 

So stellte sich mir der Unterschied zwischen der Legislative und Exekutive sehr anschaulich in Fachgesprächen zwischen Abgeordneten und Mitarbeitern der Ministerien dar. Der politische Wille liegt dabei bei den Abgeordneten, welche die Exekutive in bestimmte Richtungen lenken, was z.B.  das Befassen mit Gesetzesvorhaben betrifft. Die ausführende Gewalt arbeitet also der gesetzgebenden Gewalt in bestimmten Bereichen zu, in anderen führt sie dessen Bestimmung auftragsgemäß aus. 

Ebenso wichtig, aber durchaus interessanter ist es, die Arbeitsweise der Abgeordneten verstehen zu können. Das oft in den Medien zur Schau gestellte Bild der zerstrittenen Abgeordneten und Parteien bzw. Fraktionen entspricht zumindest intern nicht der Wahrheit. Natürlich gibt es grundlegende inhaltliche Unterschiede. Darüber wird jedoch nicht "laut polternd" gestritten, sondern sachdienlich diskutiert mit dem Ziel, einen Kompromiss zu finden. 

Diese Feststellung lässt zugleich einen anderen Rückschluss zu, der in der Presse ebenso oft anders beim Empfänger ankommt. Beim Anschauen von Plenardebatten entsteht nämlich allzu oft der Eindruck, dass ein Großteil der Volksvertreter sich nicht um die Belange des Parlaments kümmern, da sie während der Sitzungen abwesend sind. Diese Abwesenheit kommt zustande, weil o.g. Kompromisse im kleinen Kreise und in parallelen Gesprächen gesucht werden müssen.

Ebenso beachtenswert ist hier die notwendige inhaltliche Spezialisierung eines jeden Volksvertreters. Genauso wenig wie ein Mensch zugleich ein guter Arzt, Rechtsanwalt, Koch und Handwerker sein kann, kann sich ein Abgeordneter mit allen politischen Inhalten beschäftigen. Hieraus folgt auch das Prinzip der Arbeitsgruppen- oder Fachausschussbildung, in der sich frei gewählte Volksvertreter zu Organisationseinheiten zusammenschließen, die ihrerseits inhaltlich zusammen arbeiten und zur Entscheidungsfindung intern genauso diskutieren wie dies an einem späteren Zeitpunkt mit anderen Gremien geschieht.  

Aus meiner Erfahrung präzisiert ein Praktikum im Deutschen Bundestag bzw. bei einem Bundestagsabgeordneten das eigene politische Verständnis ungemein und macht die Zusammenhänge transparenter als das die Theorie es zu vermitteln vermag."