Klaus Peter Flosbach trifft...

...Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Foto: Chaperon)...Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Peter Biesenbach, MdL...den Kanadischen Premierminister Justin Trudeau...Altbundespräsident Joachim Gauck...Altkanzler Dr. Helmut Kohl...Kardinal Ratzinger ein Jahr vor der Wahl zum Papst Benedikt XVI. in Rom...Basketballstar Dirk Nowitzki...den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder...Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert...Altbundespräsident Horst Köhler...den Chef des Bundeskanzleramtes Peter Altmaier (Foto: W. Weiss)...Jean-Claude Trichet, 2003-2011 Präsident der Europäischen Zentralbank
...Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel (Foto: Chaperon)
...Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Peter Biesenbach, MdL
...den Kanadischen Premierminister Justin Trudeau
...Altbundespräsident Joachim Gauck
...Altkanzler Dr. Helmut Kohl
...Kardinal Ratzinger ein Jahr vor der Wahl zum Papst Benedikt XVI. in Rom
...Basketballstar Dirk Nowitzki
...den Fraktionsvorsitzenden Volker Kauder
...Bundestagspräsident Dr. Norbert Lammert
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Wahlkreis von A bis Z - Das Oberberg ABC

Feld im Oberbergischen (Foto: Hardo MüllerCC BY-SA 2.0)


A - Aggertalsperre

Das Oberbergische besitzt eine weltweit wohl einzigartige Dichte an Talsperren. Die Aggertalsperre ist hier stellvertretend aufgeführt. Sie wurde 1927-1929 errichtet und liegt zwischen den Städten Gummersbach, Bergneustadt und Meinerzhagen. Die von den Flüssen Agger, Genkel und Rengse gespeiste Talsperre im Tal der Agger fasst auf einer Fläche von 120-150ha an die 20,5 Mio Kubikmeter Wasser. Sie dient der Wasserkrafterzeugung (mit einer Leistung von ca. 3 Megawatt), dem Hochwasserschutz, der Niedrigwasseraufhöhung und der Brauchwasserversorgung. Weiter Talsperren auf dem Gebiet des Kreises sind die Wiehl-, die Brucher, die Lingese-, die Neye-, die Bever- und die Wuppertalsperre.

B - Berg

Besuchern des Kreises mag sich die Frage aufdrängen, woher denn der Name des Oberbergischen eigentlich kommt. Auf den ersten Blick scheint er von der Landschaft abgeleitet zu sein, tatsächlich handelt es sich aber um einen historischen Namen. Die Region gehörte nämlich bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts dem Herzogtum Berg an und von dem Grafen von Berg regiert wurde. In Erinnerung an diese geschichtliche Epoche einigte man sich  bei der Vereinigung der Kreise Gummersbach und Waldbröl 1932 auf den Namen Oberbergischer Kreis“.

C - Christkind

Oberberg ist ein schöner Ort sowohl zum Leben als auch zum Arbeiten, das weiß auch das Christkind. Deshalb lässt es sich jedes Jahr regelmäßig vom 15. November bis zum 22. Dezember in der zum Kreis gehörigen Gemeinde Engelskirchen nieder. Im dortigen “Christkindpostamt“ lässt es sich dann bei der Beantwortung von bis zu 70.000 Wunschzetteln und Weihnachtsbriefen aus aller Welt unterstützen. Damit alle Kinder auch pünktlich bis Heiligabend ein Antwortschreiben erhalten, sollten die Briefe aber spätestens am 20. Dezember eingegangen sein. Falls sie selbst Lust bekommen haben, mit dem Christkind in Kontakt zu treten, die Anschrift lautet: An das Christkind in 51766 Engelskirchen.

D - Denkmäler

Trotz seiner Vergangenheit als eher bäuerlicher und nicht gerade wohlhabender Region ist das oberbergische reich an baulichen Denkmälern und eindrucksvollen Zeugnissen der Industriegeschichte. Zu erwähnen sind unter anderem die wunderschönen sogenannten “Bunten Kerken“ in Müllenbach, Lieberhausen, Wiedenest, Marienhagen und Marienberghausen, liebevoll ausgemalte Gebrauchskirchen der armen Landbevölkerung. Im krassen Gegensatz dazu stehen die zahlreichen Schlösser der früheren Herrschaftsdynastien der Region, von denen die Schlösser Homburg, Gimborn und Ehreshoven nur die bekanntesten sein dürften. Darüber hinaus ist “Industriegeschichte zum Anfassen“ ebenfalls üppig vertreten, sei es im Rheinischen Industriemuseum Engelskirchen, im Eisenbahnmuseum Gummersbach-Dieringhausen oder an vielen anderen Orten im Kreis.

E - Engels

Friedrich Engels sen., Vater des berühmten gleichnamigen Mitverfassers des “Kommunistischen Manifests“ und im Gegensatz zu seinem Sohn weniger dem wissenschaftlichen Sozialismus als eher dem preußischem Pietismus zugetan, gehört zu den großen Gestalten oberbergischer Industriegeschichte. Von 1843 an produzierte er in der Gemeinde Engelskirchen (die Namensübereinstimmung ist tatsächlich nur rein zufällig) in der Baumwollspinnerei “Ermen & Engels“  Stoffe für den Weltmarkt. An seinem Beispiel lässt sich die enorme Bedeutung der Textilindustrie für die frühe Industrialisierung des Kreises aufzeigen, die bis ins 20. Jahrhundert hinein den Standort bestimmte. Dem trägt auch das Rheinische Industriemuseum Rechnung, das in der alten Spinnerei eine seiner Dauerausstellungen eingerichtet hat.

F - Freizeit

Oberberg bietet einen erheblichen Freizeitwert, besonders für Familien. Dies liegt an der guten Mischung von Natur und Kultur. Ausgedehnte Waldflächen und die Vielzahl an Talsperren lassen den Naturfreund auf seine Kosten kommen. Der Sportler wird Oberberg ebenfalls in guter Erinnerung behalten, da ihm üppige Wander- und Radwege, ein 9-Loch-Platz in Reichshof, mehrere Schwimm- und Spaßbäder sowie ein Vielzahl von Vereinen mit ihren jeweiligen Anlagen zur Verfügung stehen. Wer mehr touristisch interessiert ist, kann wählen zwischen mehreren Museen, Denkmälern, Aussichtstürmen und dem bekannten Vogelpark in Eckenhagen. Auch der Spaß kommt hier nicht zu kurz. Dafür sorgen vor allem diverse Karnevalsvereine im gesamten Kreis. Die Jecke sind bei uns eine feste Einrichtung. Auch die Schützen- und Volksfeste bei uns lohnen sich für die ganze Familie.

G - Grauwacke

Die Grauwacke ist das Fundament Oberbergs. Dies ist insoweit nicht Übertrieben, weil sie sowohl geologisch als auch wirtschaftlich von großer Bedeutung für Oberberg ist bzw. war. Grauwacke ist ein etwa 350 Millionen Jahre alter Sandstein mit mindestens 50% Quarzanteil. Im Oberbergischen kommt sie allenthalben in besonders guter, weil fester, Qualität vor. Dies erklärt auch ihre besondere wirtschaftliche Bedeutung. Wegen ihrer Festigkeit und Haltbarkeit war die Grauwacke schon immer besonders beliebt als Material für Pflastersteine und Gehwegplatten. Abgebaut wird sie bei uns schon seit dem Mittelalter, eine urkundliche Erwähnung gibt es aus dem Jahr 1633. Von dieser Zeit bis ins frühe 20. Jahrhundert hinein gab es in Oberberg eine Menge kleiner Steinbrüche. Diese produzierten im Wesentlichen handgefertigte Pflastersteine, die in den Bergischen und Kölner Raum verbracht wurden. Die Bedeutung der Grauwacke ging dann merklich zurück, bis heute sind aber noch Steinbrüche in Betrieb.

H - Hochschule

Bildung ist der “Rohstoff“ der Zukunft, das gilt für Deutschland im Großen und selbstverständlich auch für Oberberg im Kleinen. Mit dem Campus Gummersbach der Fachhochschule Köln präsentiert sich die Kreishauptstadt des Oberbergischen als innovativer Wissensstandort und bietet zahlreiche fruchtbare Verknüpfungen zwischen mittelständischer Wirtschaft und universitärer Forschung. Für junge Menschen, aber auch alle anderen Interessierten, gibt es gerade auf dem neuen Steinmüllergelände unterschiedlichste Möglichkeiten sich in interessante wissenschaftliche Themengebiete einzuarbeiten und weiterzubilden. So wird Fachwissen am Industriestandort Oberberg gebündelt, gefestigt und vermehrt. 

Im Gespräch mit Studenten am Campus Gummersbach. (Foto: W. Weiss)

I - Industrie aktuell

Oberberg ist ein Industrie- und Wirtschaftsstandort im Aufwind. Gerade die mittleren Betriebe, Rückrat der oberbergischen Wirtschaft, mit Beschäftigungszahlen zwischen 100 und 500 Mitarbeitern profitieren von den im Bundesvergleich guten Standortfaktoren. Es handelt sich hierbei vor allem um Unternehmen der Branchen Elektrotechnik, Maschinen- und Fahrzeugbau, Eisen- und Metallerzeugung, Stahlindustrie und Kunststoffverarbeitung. Neben diesen “klassischen“ Industriezweigen ist der Focus aber auch immer stärker auf die neuen Informationstechnologien gerichtet. Mittlerweile beleben mehr als 700 Firmen der Betriebsgröße bis 49 Mitarbeiter die oberbergische IT-Szene, deren Potenzial und Know-how sich im “IT-Forum Oberberg“ bündelt. Hierbei handelt es sch um ein Gemeinschaftsprojekt der IHK, der Berufskollegs des Kreises, diverser Unternehmen und der Gummersbacher Abteilung der Fachhochschule Köln (FH). Weiterhin charakteristisch für die Region ist die geringe Anzahl von Abwanderungen und Konkursen, ein Beleg für die außerordentliche Stabilität des Standortes. Dem gegenüber steht aber eine leider sehr geringe Anzahl von Existenz- und Neugründungen. Diesem Trend versucht seit 1996 das Gründer- und TechnologieCentrum Gummersbach (GTC) entgegenzuwirken. Von hier aus werden Impulse gegeben und der Strukturwandel vorangetrieben: Seit der Einweihung des GTC hatten 51 Firmen dort ihr Domizil; über 260 neue Arbeitsplätze wurden geschaffen. Und im Landesvergleich steht das Centrum glänzend da, nicht nur was die Auslastung der Raumkapazitäten angeht. Denn die Existenzgründer- und Technologiequote liegt inzwischen weit über dem Durchschnitt ähnlicher Zentren in NRW. Die Gründer machen 91 Prozent der Mieter aus, technologieorientierte Firmen kommen auf 93 Prozent. Dementsprechend stuft das NRW-Technologieministerium es auch als eines der zehn besten seiner Art ein. Als weiterer möglicher Wachstumsmotor der Zukunft bietet sich der Tourismus an, insbesondere als Kurzurlaubsziel. Der Oberbergische Kreis hat hier ausgezeichnete Voraussetzungen durch seine landschaftliche Schönheit, seine zentrale Lage zwischen mehreren Ballungsräumen und das große historische und kulturelle Angebot. Sie sehen also, der Wirtschaftstandort Oberberg befindet sich im steten Wandel.

J - Jazz-Tage in Wiehl

Die Internationalen Wiehler Jazztage, die in der Jazzszene große Beachtung genießen, sind sicherlich eines der größten kulturellen Highlights der Region. Sie finden seit 1989 regelmäßig statt (2009 bereits zum 20. Mal) und begeistern sowohl Künstler als auch Publikum durch ihre ganz besondere, fast schon private Atmosphäre. Größen des Jazz wie Lilian Boutte (Gospelsängerin), Al di Meola (Gitarrist), Götz Alsmann, Lyambiko, Melva Houston, Albie Donnelly's Supercharge und viele andere sind bereits in Wiehl aufgetreten und verleihen der Stadt jedes Jahr im Mai internationales Flair.

K - Kaffeetafel

Die bekannteste kulinarische Spezialität des Bergischen Landes ist zweifellos die "Bergische Kaffeetafel“. Nicht nur ihre Zusammensetzung macht sie zu etwas Besonderem, sondern sie stellt auch gleichzeitig die Wesensart eines Landes dar. Das "Kaffedrenken met allem dröm on draan" unterscheidet sich zunächst einmal durch die Zusammenstellung von allen vergleichbaren Mahlzeiten. Auf einer typischen Kaffeetafel findet man Hefeblatz mit und ohne Rosinen, Schwarz- und Graubrot, süßen Brotaufstrich in Form von Honig-, Birnen-, Apfel- oder Rübenkraut, Butter, Quark, Käse, Wurst und Schinken, Zwieback mit und ohne Zuckerguss und Rodonkuchen sowie Milchreis mit Zucker und Zimt, backfrische Waffeln nebst heißen Sauerkirschen und manchmal sogar noch Rührei. Das Angebot variiert im Einzelnen, nur am folgenden lässt sich nicht rütteln: reichlich muss es sein, und Reis, Waffeln Quark, verschiedene Sorten Brot und Aufstrich sowie Kaffee dürfen auf keinen Fall fehlen. Wenn es ganz stilecht zugeht, das belebende Getränk aus dem Zapfhähnchen ein zinnernen Kaffeekanne, einer "Dröppelminna". Obwohl sie seit Beginn des 19. Jahrhunderts in dieser Form bekannt ist, erhielt diese Art Mahlzeit den Namen "Bergische Kaffeetafel" erst in den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts. Inzwischen ist die "Bergische Kaffeetafel" zwar zu einer festen Institution geworden und erfreut sich wachsender Beliebtheit, aber nach wie vor stellt sie alle, die nicht eng mit bergischen Traditionen verbunden sind, vor die Frage, wie und in welcher Reihenfolge man die einzelnen Zutaten zu sich zu nehmen hat.

L - Landschaft, Luftkurort

Wie der geschichtskundige Besucher weiß, ist der Name Oberbergischer Kreis eben keine Anspielung auf die Landschaft, obwohl sich der Gedanke aufdrängt. Auf etwa 920 qkm findet man eine typische Mittelgebirgslandschaft mit Erhebungen von 150 - 500 m und viele tief geschnittene Bachtäler, die dieser Region die Beinamen "Land der tausend Bäche" und "Land der tausend Täler" einbrachten. Der Oberbergische Kreis ist das östliche Teilgebiet des Naturparks Bergisches Land. Er liegt 200 bis 519 Meter über dem Meeresspiegel, ist wald- und wasserreich und ein Erholungsgebiet für Bürger aus Köln, dem Ruhrgebiet und den Niederlanden. Die höchste Erhebung des Kreises ist die Homert mit 519 Metern NN, der tiefste Punkt liegt mit knapp 100 Metern NN am Stausee Ehreshoven. Diese Bedingungen machen Oberberg zu einem exzellenten Platz für Luftkuren. Die beiden Luftkurorte Nümbrecht und Eckenhagen bieten dem Besucher Ruhe und Erfrischung in einer eindrucksvollen Umgebung.

Schüttenhöhe (Foto: Hardo Müller,CC BY-SA 2.0)

M - Museum Schloss Homburg, Mittelaltermarkt 

Sicher eine der Überregional bekannten Sehenswürdigkeiten Oberbergs ist das Schloss Homburg. Erbaut wurde die Anlage als Höhenburg der Grafen von Sayn-Wittgenstein, mit einer ersten urkundlichen Erwähnung 1276. Nachdem es seine Wehrfunktion verlor, wurde es immer wieder als Verwalter- und Witwensitz genutzt. Erst Mitte des 17. Jahrhunderts entstand eine eigenständige Herrschaft Homburg mit dem Schloss als Sitz. Durch rege Bautätigkeit erhielt es in dieser Zeit den Charakter eines Barockschlosses. Mit dem Erlöschen der Herrschaft 1743 begann auch der Verfall des Schlosses. Erst als zu beginn des 20. Jahrhunderts ein Heimatmuseum eingerichtet wurde, und der Kreis die Trägerschaft von Schloss und Museum Übernahm, wurde es wieder in Stand gesetzt. Heute kann das Schloss vollständig besichtigt werden und beherbergt ein umfangreiches kulturgeschichtliches Museum. Eine der großen Attraktionen ist auch der jährlich stattfindende Mittelaltermarkt Ende April. Die bekannte Schaustellertruppe "Kurzweyl" schafft es jedes Jahr wieder, das Publikum blendend zu unterhalten.

N - Natur (-park Bergisches Land)

Auf etwa 2.100 Quadratkilometern erstreckt sich der Naturpark Bergisches Land, eine klassische Mittelgebirgslandschaft mir einer Vielzahl von Bächen und Seen. Etwa 3.500 Kilometer Wanderwege bieten vielfältige Möglichkeiten, zu wandern oder zu reiten. Fünf Freizeittalsperren lassen auch Schwimmer und Segler auf ihre Kosten kommen. Aber das Bergische bietet nicht nur Natur, sondern auch einiges an Sehenswüdigkeiten. Schloss Burg und die Müngstener Brücke sind deutschlandweit bekannt, und auch die Wuppertaler Schwebebahn und Schloss Homburg sind absolut sehenswert.

O - Orchester

Das 1969 gegründete Symphonie-Orchester des Oberbergischen Kreises ist ein Verein für Hobbymusiker und steht unter der Schirmherrschaft des jeweils amtierenden Landrates. Das Orchester ist das einzige von einem Kreis finanziell unterstützte Liebhaberorchester in Nordrhein-Westfalen. Dies und bereits sieben veröffentlichte CD`s sowie Auftritte in der Philharmonie Köln zeugen von der großen musikalischen Qualität und Professionalität des Orchesters.

P - Politik

Ich bin selbstverständlich nicht das einzige Beispiel dafür, dass in Oberberg Politik betrieben wird. Wir hatten bei der letzten Bundestagswahl eine Beteiligung von 71,1%. Auch die täglich an mich herangetragenen Anliegen und Fragen der Bürger zeigen mir, dass man Politik ernst nimmt. Oberberg gliedert sich derzeit in 13 Städte und Gemeinden. Hier stellt die CDU fünf Bürgermeister, die SPD drei. Vier weitere Bürgermeister sind parteilos, einer ist Mitglied der FDP. Mitglied der CDU ist auch der Landrat, Hagen Jobi, der seit 2004 Chef der Kreisverwaltung ist. (Stand: Oktober 2009) 

Q - Quellen

Oberberg ist ein bedeutendes Quellgebiet. Wegen seiner typischen, geologischen Mittelgebirgsstruktur ist es dafür geradezu prädestiniert. Einer der bekanntesten Flüsse, deren Quelle sich im Kreisgebiet befindet ist die Wupper, die in Börlinghausen (Marienheide) entspringt. Bäche und Wasser spielen bei uns also eine bedeutende Rolle. Dies zeigt sich auch in der Zahl von zehn Talsperren, die sich im Kreis befinden, darunter auch fünf Trinkwassertalsperren, die vornehmlich der Eigenversorgung und der Versorgung des Bergischen Landes dienen.

 Wuppertalsperre (Foto: Hardo Müller, CC BY-SA 2.0)

R - Region 

In der Region Rhein-Berg sollte man die Bedeutung des Oberbergischen Kreises nicht unterschätzen. Insbesondere als Naherholungsgebiet ist der Kreis wichtig. Die vielen Talsperren, Bäche und Wälder machen es zum idealen Naherholungsgebiet für den Großraum Köln-Bonn und das benachbarte Ruhrgebiet. Nicht wenige Großstädter besitzen hier Ferienhäuser, und auch viele Camper schätzen die ruhige und erholsame Umgebung in Oberberg. Attraktiv wird der Kreis auch durch seine exzellente Anbindung. Von Köln aus ist Gummersbach mit der RB 25 leicht zu erreichen, außerdem bietet die A4 eine schnelle Anbindung per Auto. Die A 45 wiederum führt direkt nach Dortmund und ins Ruhrgebiet.

S - Schützenfeste, Spaß

In Oberberg verbinden sich Spaß und Tradition perfekt in unseren Schützenvereinen. Diese gehen zurück auf das Spätmittelalter, als es noch nötig war, die heimatliche Stadt mit geübten Schützen vor Räubern oder plündernder Soldateska zu schützen. Schon recht früh gingen aus dieser Notwendigkeit feste Vereine hervor, so beispielsweise im Jahr 1557 der Schützenverein in Müllenbach oder 1610 die Sankt-Sebastianus-Schützenbruderschaft in Gimborn. Einen zweiten bedeutenden Aufschwung erlebten die Schützenvereine im Zuge der Befreiungskriege Anfang des 19. Jahrhunderts. Als Teil der antinapoleonischen Widerstandsbewegung kam ihren im Umgang mit Waffen geschulten Mitgliedern besondere Bedeutung zu. Durch ihre klassische demokratische Organisation waren sie im Verlauf der nächsten Jahrzehnte oft Träger freiheitlicher Ideen. Nach einem grundsätzlichen Verbot von Schützenvereinen durch die Alliierten 1945 nahmen die meisten Vereine ihren Betrieb mit einer stärker sportpolitischen Ausrichtung in den 1950er Jahren wieder auf. Heute existieren unter dem Dach des Oberbergischen Schützenbundes 33 unabhängige Schützenvereine, die Garant für ein lebendiges Vereinsleben und wunderbare Volksfeste im Oberbergischen sind.

T - Tropfsteinhöhlen

Geologisch ist das Oberbergische nicht uninteressant. Ein exzellentes Beispiel dafür ist die Tropfsteinhöhle in Wiehl. Entdeckt 1860, wurde sie bereits in den 1920er Jahren touristisch erschlossen. In dem knapp 870 Meter langen Gangsystem finden sich einige interessante Kalkformationen, zudem Teile eines etwa 400 Millionen Jahre alten Korallenriffs. Es gibt Führungen durch die Höhle und, für besonders Erdverwachsene, auch die Möglichkeit, sich in der Höhle trauen zu lassen.

U - Unsere Besten

Oberberg war Heimat einiger deutschlandweit bekannter Persönlichkeiten, die zum Teil bis heute noch enge Verbindungen zu ihrer Heimat aufrechterhalten:

  • Anton Wilhelm von Zuccalmaglio (1803-1869), Musikwissenschaftler und Komponist von "Kein schöner Land", geb. in Waldbröl
  • Franz Rudolf Bornewasser (1866-1951), Bischof von Trier, geb. in Radevormwald
  • Ottmar Kohler (1908 - 1979), ein deutscher Arzt auch bekannt als "Der Arzt von Stalingrad", geb. in Gummersbach
  • Willi Daume (1913 - 1996), Präsident des NOK, geb. in Hückeswagen
  • Paul Lücke (1914-1976), Bundesminister für Wohnungsbau, Bundesminister des Inneren, geb. in Marienheide
  • Helmut Simon (* 1922), Richter am Bundesverfassungsgericht von 1970 bis 1987, geb. in Waldbröl
  • Jürgen Habermas (* 1929), Philosoph, aufgewachsen in Gummersbach
  •  Hans-Ulrich Wehler (* 1931), Historiker, aufgewachsen in Gummersbach
  • Horst Waffenschmidt (1933-2002), CDU-Politiker, MdB für Oberberg 1972-1998; Parlamentarischer Staatsekretär 1982-1997, lebte in Wiehl, Stadtdirektor 1964- 1972
  • Petra Schürmann (*1935) Schauspielerin, Miss World 1956, aufgewachsen in Wipperfürth
  • Udo Lattek (*1935), Fußballtrainer, Schüler und später Lehrer am Engelbert-von-Berg Gymnasium, aufgewachsen in Wipperfürth
  • Heidemarie Ecker-Rosendahl (*1947), deutsche Sportlerin und zweifache, Goldmedaillengewinnerin bei den Olympischen Spielen 1972, geb. in Hückeswagen
  • Jürgen Fliege (*1947), Pfarrer, Fernsehmoderator und Publizist, geb. in Radevormwald
  • Heiner Brand (* 1952), ehemaliger Handball-Nationalspieler, jetzt Handball-Bundestrainer, geb. in Gummersbach
  •  Jürgen Domian (* 1958), TV- und Radiomoderator, geb. in Gummersbach
  • Hella von Sinnen (* 1959), Komikerin und Unterhaltungskünstlerin, geb. in Gummersbach
  • Jan Schlaudraff (* 1983), Fußball-Nationalspieler, geb. in Waldbröl
  • V - VfL Gummersbach 

Sicher DAS sportliche Aushängeschild unseres Kreises ist die Handballmannschaft des VfL Gummersbach. 1861 gegründet, war der VfL insbesondere in den 1970er und 1980er Jahren eine der drei Spitzenmannschaften im deutschen Handball. Davon zeugen auch die 12 gewonnenen deutschen Meisterschaften, die fünf gewonnenen Europapokale der Landesmeister und weitere Titel. Viele Jahre musste aufgrund mangelender Platzkapazitäten auf die auswärtige Lanxess Arena zurückgegriffen werden. Umso mehr freue ich mich, dass der VFL seit August 2013 nun wieder in einer standesgemäßen Arena in seiner Heimatstadt Tore werfen kann, der neuen Schwalbe Arena. Die vielen wichtigen Sponsorings oberbergischer Unternehmen heben die starke Verbundenheit des Vereins mit Oberberg hervor.

W - Wipperfürth

Als meine Heimatstadt muss ich Wipperfürth natürlich hervorheben. Hier verbrachte ich meine Jugend- und Schulzeit. Als eine der ältesten Städte im Bergischen Land erhielt Wipperfürth zwischen 1217 und 1222 die Stadtrechte, später auch das Münzrecht. Als rege Handelsstadt war Wipperfürth Teil der Hanse, Wipperfürther waren überall im Ostseeraum unterwegs. Nach dem Wiener Kongress 1815 wurde Wipperfürth Preußen zugeschlagen, und war bis 1932 Kreisstadt des Kreises Wipperfürth. Erst 1975 wurde es im Zuge der kommunalen Neugliederung Teil des Oberbergischen Kreises.

Wipperfürth hat mittlerweile 24.000 Einwohner, und ist somit die drittgrößte Stadt in Oberberg. Gerade die gemütliche und lebhafte Atmosphäre in den Kneipen und Biergärten rund um den Marktplatz wissen nicht nur die Einwohner, sondern auch viele Menschen über die Stadtgrenzen hinweg zu schätzen.

Z - Zunft-Kölsch

Kölsch wäre wahrscheinlich nicht unbedingt das Bier, das der Ortsunkundige mit Oberberg in Verbindung bringen würde. Aber man täuscht sich: in der Erzquell-Brauerei in Bielstein wird bereits seit 1900 Kölsch gebraut. Dies ist auch insofern eine Besonderheit, als dass der Name "Kölsch" mittlerweile markenrechtlich geschützt ist. Gemäß der "Kölsch-Konvention" von 1985 dürfen diesen Namen nur Biere führen, die innerhalb des Kölner Stadtgebiets gebraut werden. Da allerdings Zunft-Kölsch als solches schon vor Beschluss der Vereinbarung existierte, darf es weiter unter diesem Namen vertrieben werden. Trotzdem ist es das am weitesten von Köln entfernt gebraute Kölsch. Zwar sind andere Kölschsorten deutlich absatzstärker, aber Zunft erfreut sich internationaler Beliebtheit, und wird selbst in Berlin in zahlreichen Kneipen ausgeschenkt.